Aquarienfische – Die Qual der Wahl

Aquarienfische - Die Qual der Wahl auf konsumguerilla.net

Ein Aquarium ist ein kleines Stück Natur, das man sich in die Wohnung holt. Ein bunter Hingucker, in dem sich eine Auswahl der Aquarienfische befindet, für die man sich entschieden hat. Aber ist es schlau, die Auquarienfische nur nach dem Aussehen auszuwählen, oder gibt es noch andere Kriterien?

Wildfang

Es gibt heute im durschnittlichen Zoofachhandel Aqiarienfische aus aller Welt. Asien und Südamerika sind wichtige Herkunftsorte, aber auch in Afrika finden sich in verschiedenen Seen wunderschöne Fische, die auch in heimischen Aquarien gehalten werden. Anhand der Herkunft kann man sich ganz gut orientieren, welche Fischarten man kombinieren kann, und welche nicht. Am einfachsten ist es immer, wenn man sich für den kleinen künstlichen Lebensraum ein spezielles Thema überlegt. Einen Kontinent, oder einen Bereich, aus dem die Bewohner stammen sollen.

Anfängerfehler

Geht man in die Zoohandlung und kauft verschiedene Fische, die hübsch aussehen, dann kann man daheim schnell eine Überraschung erleben. Beim Kauf der Fische sollte man auf jeden Fall zuerst ein wenig recherchieren. Wichtige Eckdaten sind die Wassertemperatur, die die Aquarienfische brauchen um sich wohl zu fühlen. Entscheidet man sich für Fische aus einer Region, dann stehen die Chancen gut, dass sie ähnliche Wasserwärte wie Härtegrad und vor allem Temperatur gut vertragen.

Einsam, oder Schwarm

Auch die Tatsache, ob ein Fisch im Schwarm, als Einzelgänger, als Paar, oder als Männchen mit Harem gehalten werden soll, muss geprüft werden, bevor man die Fische kauft. Schwarmfische sollten zumindest zu fünft sein, um artgerecht ihre Runden im Aquarium drehen zu können. Viele Fische kann man mit Artgenossen nicht vergesellschaften. Der Siamesische Kampffisch ist wunderschön. Die Männchen bekämpfen sich aber bis zum Tod, wenn sie aufeinander losgelassen werden und auch der Gewinner sieht nach dem Kampf lange nicht mehr so gut aus, wie vorher.

Aquarienfische - Die Qual der Wahl auf konsumguerilla.net
Kampffische machen ihrem Namen alle Ehre, wenn zwei Männchen aufeinandertreffen

Oben, Mitte, Unten

Auch in welcher Wasserregion die Fische leben kann entscheidend sein. Zwar gilt die Faustregel etwa einen Zentimeter Fisch je Liter Aquarium nicht zu überschreiten, wenn aber alle Fische direkt unter der Oberfläche leben, dann kann das auch dann zu einem Gedränge führen, wenn das Becken ansonsten nicht überbesetzt ist. Auch um im Aquarium optisch ein Gleichgewicht zu schaffen sollte man auf die bevorzugte Wasserregion seiner neuen Haustiere achten.

Rüpel, oder Friedfisch

Das Verhalten und die Lebensweise eines Fisches kann auch ein K.O.-Kriterium sein, ihn mit anderen Arten zu vergesellschaften. Manche Fische sind verspielt und knabbern gerne andere an. So sollte man beispielsweise Schmerle nicht mit Skalaren, oder Fadenfischen vergesellschaften. Auch ob ein Fisch räuberisch lebt ist interessant. Große Räuber, die man mit kleinen Fischen hält, könnten bald alleine im Becken schwimmen.

Aquarienfische - Die Qual der Wahl auf konsumguerilla.net
Der Diskusfisch ist ausgesprochen teuer und verlangt ganz spezielle Pflege

Die richtigen Aquarienfische

Hat man alle Kriterien geprüft und die Arten gefunden, die man im eigenen Becken halten möchte, dann kann man losziehen um die Bewohner aus der Tierhandlung zu holen. Beim Einsetzen ins Aquarium muss darauf geachtet werden, dass die Aquarienfische keinen großen Temperaturschwankungen ausgesetzt werden. Den Beutel einfach ins Becken zu kippen kann die Fische töten. Stattdessen lässt man die geschlossenen Beutel eine Weile im Becken schwimmen, damit sich die Wassertemperatur langsam angleicht. Ist das erledigt, dann kann man die neuen Aquarienfische in ihr Heim entlassen.

 

Ähnliche Artikel