Essen nach 20 Uhr

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Das Körpergewicht und der Körperfettanteil ist für uns Menschen mitunter recht wichtig. Schönheitideale, die wir verfolgen, aber auch unsere Gesundheit spielen dabei eine große Rolle. Zweifelsohne ist Übergewicht eine Belastung für den Organismus und sollte vermieden werden. Rund um das Abnehmen gibt es heute eine richtige Industrie. Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Trotzdem ist die Meinung, das Essen nach 20 Uhr Übergewicht eher begünstigt.

Das Prinzip abnehmen

Es ist einfach abzunehmen. Jeder von uns hat einen sogenannten Grundumsatz. Damit unsere Körperfunktionen ablaufen können, benötigt unser Körper Energie. Die bezieht er aus der Nahrung, oder aus dem Körperfett. Im Körperfett lagern wir Energie ein und können sie nutzen, wenn es notwendig ist. Der Grundumsatz hängt mit dem Körpergewicht und der Muskelmasse zusammen. Je mehr Gewicht und je höher der Muskelanteil, umso mehr Energie verbrauchen wir in Ruhe. Auch das Alter spielt bei der Berchnung eine Rolle. Die Formeln für die Berechnung der Grundumsatzes lauten:

Grundumsatz bei Männern:

66,5 + (Gewicht kg x 13,75) + (Größe cm x 5,003) – (Alter Jahre x 6,775)

Grundumsatz bei Frauen:

655,1 + (Gewicht kg x 9,563) + (Größe cm x 1,85) – (Alter Jahre x 64,676)

Das Ergebnis sind jeweils die Kilokalorien, die pro Tag benötigt werden.

Harris J, Benedict F. A biometric study of basal metabolism in man. Washington D.C. Carnegie Institute of Washington. 1919.
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Üppige Mahlzeiten liefern mehr Energie, als wir verbrauchen

Einnahmen-Ausgaben

Wenn man weiß, wieviele Kilokalorien, also wieviel Energie der Körper pro Tag benötigt, dann kennt man damit auch die Menge an Energie, die man zuführen muss, um sein Gewicht zu halten.

Braucht man also 1.800 kcal pro Tag und nimmt diese Menge jeden Tag zu sich, dann nimmt man nicht ab, oder zu. Nimmt man mehr auf, dann kann der Körper den Überschuss als Körperfett einlagern und Körpergewicht und Körperfettanteil steigen. Nimmt man weniger zu sich, dann geht der Körper an seine Reserver, das Körperfett wird verbraucht und Gewicht und Fettanteil sinken. Ein Kilogramm Körperfett speichert etwa 7.000 kcal. Spart man also etwa 350 kcal pro Tag ein, dann hat man ein sogenanntes Energiedefitzit und wird nach 20 Tagen 1 Kilogramm weniger wiegen.

Energieverbrauch

Einerseits kann man sein Gewicht also reduzieren, indem man weniger Energie zu sich nicht, andererseits kann man mehr Energie verbrauchen. Bewegt man sich, dann verbrennt man mehr Kalorien. Der Grundsumsatz entspricht etwa dem, was man in absoluter Ruhe verbraucht. Schon bei leichter sitzender Tätigkeit braucht man pro Tag etwa das 1,2-fache des Grundumsatz. Wer hart arbeitet, oder intensiv Sport betreibt, kann bis zum 2,2-fachen des Grundumsatzes verbrennen. Abnehmen ist also, theoretisch sehr einfach. Allerdings ist es praktisch alles andere, als einfach.

Diätindustrie

Ob man Abnehmpillen schluckt, aufwändige Diätpläne verfolgt, sich einen Ernährungscoach leistet, oder z.B. nach 20 Uhr nichts mehr isst, hat im Prinzip nur einen einzigen Effekt. Wir durchbrechen damit unsere Gewohnheiten. Tatsächlich ist das Essen für uns automatisiert. Man kommt heim und isst Abendbrot. Morgens holt man sich ein Brötchen beim Bäcker und wenn man unterwegs ist, isst man gerne mal einen Burger. Geht es nur darum, Gewicht zu reduzieren, dann muss man diese Abläufe ändern und schlichtweg weniger Essen. Essen nach 20 Uhr passt ganz genau in dieses Schema.

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20 Uhr – Die magische Grenze?

Essen nach 20 Uhr

Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen Essen Abends und in der Nacht und Übergewicht nachweisen. Allerdings wird in solchen Studien nicht klargestellt, ob das nächtliche Essen am Übergewicht schuld ist, oder Übergewichtige einfach mehr und öfter Essen als Normalgewichtige. So essen sie also auch Nachts. In diesem Fall würde das Weglassen der Mahlzeiten nach 20 Uhr zu der, für das Abnehmen notwendige Kalorienreduktion führen. Wer abnehmen will, der achtet natürlich auch auf Bewegung, also nützt man Bewegungschancen und erhöht zusätzlich den Energieverbrauch. Damit nimmt man ab.

Erklärungsversuche

Trotzdem gibt es auch Studien, die belegen, dass wir nachts nicht in der Lage sind, unser Essen wahrzunehmen. Das Gehirn ist aus standby und ist nicht ganz bei der Sache. Zelebriert man tagsüber ein ausgiebiges Essen, dann isst nicht nur das Auge, sondern auch das Gehirn mit. Körperlich satt und auch im Kopf zufrieden über das leckere Essen, sind wir zufrieden. In der Nacht scheint das nicht im selben Ausmaß zu klappen. Andere Studien zeigen, dass wir nachts nicht so effektiv in der Verdauung sind und mehr Energie einlagern, als tagsüber. Alles Erklärungsversuche dafür, dass wir durch das nächtliche Essen zunehmen.

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Nächtliches Essen ist eine Gewohnheit, die die Energieaufnahme steigert

Diäterfolg

Der Diäterfolg stellt sich ganz automatisch ein, wenn wir weniger Essen, als wir verbrauchen. Ob man das erreicht, indem man nur noch in definierten Zeitfenstern isst, ob man bestimmte Lebensmittel weglässt, oder zu jeder Mahlzeit in einen Bikini schlüpft ist dabei eigentlich egal. Diese Rituale helfen uns einfach dabei, die bisherigen schlechten Angewohnheiten abzulegen. Allerdings gibt es neben der Reduktion der Energieaufnahme noch den Aspekt Gesunde Ernährung. Die Reduktion der Kalorien ist durchaus ein Weg um abzunehmen. Um nachhaltig sein Gewicht halten zu können und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern, sollte man aber seinen Lebensstil ändern. Nur so kann man seine Gesundheit absichern. Ein Blick auf die Ernährungspyramide lohnt sich also auch während einer Diät.

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