Fahrerlaubnis entzogen – neu beantragen

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Gesetze dienen in erster Linie immer dazu, etwas zu schützen. Dies kann etwa das Eigentum sein, das vor unerlaubtem Zugriff gesetzlich geschützt ist. Auch der Umweltschutz wird in den Gesetzen abgebildet. Natürlich wird auch die Sicherheit und das Leben gesetzlich geschützt. Im Rahmen des Anspruchs, das Leben der Bürger zu schützen ist der Straßenverkehr und das Führen von Kraftfahrzeugen klar geregelt. Nur wer eine Fahrerlaubnis hat, darf ein Kraftfahrzeug lenken. Die Fahrerlaubnis wird nur dann erteilt, wenn der Fahrer, oder die Fahrerin uneingeschränkt geeignet ist. Steht diese Eignung in Frage, wird der Führerschein nicht ausgestellt. Erweist man sich, aus Sicht des Gesetzes, später als ungeeignet, dann wird die Fahrerlaubnis entzogen. Will man wieder Autofahren muss man sie neu beantragen.

Fahrverbot und Führerscheinentzug

Bei manchen Delikten im Straßenverkehr wird, zusätzlich zu einer Geldstrafe auch ein Fahrverbot verhängt. Für einen festgelegten Zeitraum von bis zu drei Monaten darf man damit kein Kraftfahrzeug mehr lenken. Das Fahrverbot hat allerdings keinen Einfluss auf die Fahrerlaubnis. Der Führerschein ist grundsätzlich gültig, man darf aber kein Fahrzeug lenken, bevor das Fahrverbot abgelaufen ist. Der Führerschein wird solange bei der Behörde hinterlegt, die die Strafe verhängt hat. Nach Ablauf des Verbots kann man den Führerschein wieder abholen und ohne sofort wieder am Straßenverkeht teilnehmen. Das Fahrverbot ist eine Strafe, die zusammen mit dem Bußgeld verhängt wird. Der Führerscheinentzug, wie der Entzug der Fahrerlaubnis umgangssprachlich geannt wird, ist hier viel weitreichender. Beim Fahrverbot wird der Führerschein für eine Weile hinterlegt. Wird die Fahrerlaubnis entzogen, dann ist der Führerschein ungültig und wird vernichtet.

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Oft gibt ein Unfall Anlass dazu, die Fahrerlaubnis zu entziehen

Entzug der Fahrerlaubnis

Die Fahrerlaubnis wird immer dann entzogen, wenn ein Richter darüber entscheidet, dass die betroffene Person nicht geeignet ist am Straßenverkehr aktiv teilzunehmen. Das kann verschiedene Ursachen haben. Ein körperliches Leiden, wie Epilepsie, oder ein schwerer Sehfehler können den Enzug der Fahrerlaubnis rechtfertigen. In den meisten Fällen führt aber das Verhalten der Führerseinbesitzers dazu. Punkte in Flensburg, oder einzelne schwere Delikte können zur Folge haben, dass die Fahrerlaubnis entzogen wird. Fahren unter Alkoholeinfuss, oder nach Drogenkonsum sind häufige Ursachen. Aber auch aggressives Verhalten kann den Führerscheinentzug zur Folge haben. Ist die Fahrerlaubnis entzogen, dann muss zuerst die Sperrfrist abgewartet werden. Für mindestens 6 Monate darf keine neue Fahrerlaubnis ausgestellt werden.

Wird jemand wegen einer rechtswidrigen Tat, die er bei oder im Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrzeuges oder unter Verletzung der Pflichten eines Kraftfahrzeugführers begangen hat, verurteilt …, so entzieht ihm das Gericht die Fahrerlaubnis, wenn sich aus der Tat ergibt, daß er zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet ist. …

Strafgesetzbuch (StGB), Auszug aus § 69 Entziehung der Fahrerlaubnis
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Autorennen haben auf der Straße nichts verloren

Fahrerlaubnis neu beantragen

Wird man nach §69 des Strafgesetzbuch verurteilt, dann verliert der Führerschein seine Gültigkeit, sobald das Urteil rechtskräftig ist. In schweren Fällen kann eine lebenslange Sperre verhängt werden. Im Regelfall darf aber nach maximal 5 Jahren die Fahrerlaubnis wieder neu beantragt werden. Allerdings ist es nach dem Entzug nicht immer einfach, die Fahrerlaubnis wieder zu erlangen. Der Grund ist, dass man von einem Gericht als ungeeignet für die aktive Teilnahme am Straßenverkehr befunden wurde. Die Führerscheinstelle muss also davon ausgehen, dass man nach wie vor ungeeignet ist. Will man trotzdem einen neuen Führerschein beantragen, wird meist eine MPU angeordnet. Bei der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung wird geprüft, ob man geeignet ist, oder nicht.

MPU Vorbereitung

Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung darf nur an einer akkreditierten Begutachtungsstelle erfolgen. Die Führerscheinstelle übermittelt den Akt an die Begutachtungsstelle. Am vereinbarten Termin erfolgt dann eine körperliche Untersuchung, die auch Folgen von Alkohol-, oder Drogenmissbrauch abklärt. Zusätzlich wird ein sogenannter psychophysiologischer Leistungstest abgelegt. Dabei wird die Reaktionsfähigkeit ermittet. Zuletzt folgt ein Gespräch mit einem Psychologen. Sich auf die MPU vorzubereiten ist auf jeden Fall erforderlich. Auch wenn man sich alleine mit dem Thema auseinandersetzen könnte, ist die Begleitung bei der MPU Vorbereitung durch eine Verkehrspsychologin, oder einen Verkehrspsychologen eine gute Entscheidung. Nicht nur, dass man auf den Ablauf der MPU sowie die einzelnen Teile vorbereitet wird und offene Fragen beantwortet werden, auch die psychologische Unterstützung ist Hilfe. Hilfe, die man mit hoher Wahrscheinlichkeit braucht.

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Alkohol ist oft heimtückisch. Nicht umsonst ist er die Ursache für viele Probleme

Veränderung

Der Entzug der Fahrerlaubnis erfolgt auf keinen Fall leichtfertig. Nur dann, wenn es keine Zweifel gibt, ordnet der Richter ihn an. Ist man also davon betroffen, dann ist der erste Schritt zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis das Akzeptieren. Man ist aktuell nicht geeignet aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen. Das zu akzeptieren ist ein schwieriger, aber wichtiger Schritt. Die MPU Vorbereitung kann dabei helfen. Es fällt schwer sich den eigenen Fehler einzugestehen, aber beharrt man auf dem Standpunkt, dass die Fahrerlaubnis ohne Grund entzogen wurde, wird es schwierig, sie wieder zu erhalten. Wer häufiger unter Alkoholeinfluss ein Fahrzeug gelenkt hat, hat ein Problem. Wer auf der Autobahn aggressiv drängelt und anderen dichte auffährt, oder riskantes Überholmanöver ausführt, gefährdet Menschenleben. Wer permanent zu schnell fährt muss etwas ändern.

MPU bestehen

Die MPU ist eine Untersuchung, die in erster Linie darauf ausgerichtet ist, die Veränderung seit dem Führerscheinentzug festzustellen. Hat sich nichts geändert, dann kann der Führerschein auf keinen Fall neu ausgestellt werden. An welchen Dingen man arbeiten muss und welche konkreten Maßnahmen man ergreifen sollte, kann in der MPU Vorbereitung erarbeitet werden. Dazu kann man auch bequem über Skype die Termine wahrnehmen. Will man die MPU bestehen und seine Fahrerlaubnis wiedererlangen , dann gibt es dazu aber nur eine einzige Möglichkeit. Man muss sich selbst verändern. Ob das konkret der Verzicht auf Alkohol ist, ein Trauma, oder ein anderes verdecktes psychisches Problem aufgearbeitet werden muss, oder man einfach mehr Zeit für Autofahrten und weniger Termine einplanen muss, ist Thema der Vorbereitung. Um die MPU zu bestehen muss die Bereitschaft zur Veränderung bestehen. Danach wird das Problem lokalisiert und Maßnahmen ergriffen um es zu beseitigen.

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