Den Wohnungsumzug planen

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Egal wie weltoffen man ist und wie unvoreingenommen man Dinge auf sich zukommen lässt, keiner von uns mag Veränderungen. Auch wenn man im Berufsalltag freudig auf jede unerwartete Wendung und jede neue Herausforderung reagiert, hat Beständigkeit trotzdem einen hohen Stellenwert. Es gibt in unserem Alltag immer Rituale, die wir leben und die uns Halt und Sicherheit bringen. Ändert sich unser Umfeld radikal, dann bedeutet das für uns Stress. Stress, den ein Wohnungsumzug auf jeden Fall hervorruft. Unsere Wohnung ist unser Rückzugsort. Ein Ort an dem wir uns gehen lassen können, unbeobachtet sind und wo wir jeden Quadratzentimeter ganz genau kennen. Es riecht nach uns, unsere Erinnerungen finden sich an den Wänden und auf der Kommode und all unsere Dinge finden in der eigenen Wohnung ihren Platz. Ein Wohnungsumzug bedeutet, dass man all das aufgibt. Egal aus welchem Grund man den Wohnsitz ändert, es ist immer ein massiver Einschnitt.

Unser Heim

Ein Rückzugsort ist für uns alle sehr wichtig. Neben den gesellschaftlichen und beruflichen Zwängen braucht der Mensch auch Raum um sich gehen zu lassen. Statt im Anzug darf man mal in der Unterwäsche auf der Couch lümmeln und hochhackige Schuhe werden gegen dicke Socken getauscht. Ein Wohnungsumzug hat mehrere Aspekte, die unangenehme Folgen für uns haben. Einerseits bedeutet der Umzug immer Abschied zu nehmen und sich einer neuen unbekannten Zukunft zu stellen. Auch wenn man die neue Wohnung sorgfältig ausgewählt hat, gibt es viele Dinge, die man vielleicht erst nach dem Einzug merkt. Der Umzug ist also eine Reise ins Ungewisse. Zumindest unterbewußt belastet uns diese Ungewissheit. Auf der anderen Seite zerstört der Wohnungsumzug aber auch unsere Rückzugsmöglichkeit. Unser Heim, der Ort an dem wir uns wohlfühlen wird für Wochen zu einer Baustelle. Zuerst sorgen die Vorbereitung dafür, dass Dinge verpackt werden und die Gemütlichkeit in der alten Wohnung leidet. Später ist es dann die ungewohnte Umgebung und die noch nicht fertig eingerichtete neue Wohnung, die den Wohlfühlfaktor schmälert.

Vor- und Nachbereitung

Rund um einen Wohnungsumzug gibt es viel zu tun. Die neue Wohnung muss gesucht und gefunden werden. Der Miet-, oder Kaufvertrag wird aufgesetzt und unterschrieben. Die Umzugsplanung braucht Zeit und Energie und zahlreiche Amtswege und Informationen müssen erledigt werden. Der Umzug selbst kann kräfteraubend sein. Zieht man nur. Zieht man nur ein paar Blocks weiter sieht es ganz anders aus, als wenn man in einen anderen Stadtteil, oder sogar eine andere Stadt zieht. Die Verlegung des Lebensmittelpunkts nach Übersee bedeutet den meisten Planungsaufwand. Wer mehr als ein paar Häuser weit siedelt, der sollte unbedingt ein Umzugsunternehmen beauftragen. Die Investition ist jeden Euro wert. Man gewinnt damit Zeit und Energie, die man rund um den Umzug dringend benötigt. Das Verpacken des Hausrats und das Auspacken in der neuen Wohnung ist eine Aufgabe, die gerne unterschätzt wird.

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Selbstüberschätzung macht einen Wohnungsumzug oft stressiger, als er sein müsste

Selber umziehen

Hat man die Möglichkeit über mehrere Wochen immer wieder ein paar Dinge in die neue Wohnung zu bringen, hat das große Vorteile. Konkret wird beispielsweise ein Schrank geräumt und der Inhalt in Kisten verpackt. Danach wird der Schrank zerlegt, transportiert und wieder aufgebaut. Dann bringt man die Kisten mit dem Inhalt in die neue Wohnung und verstaut den Inhalt wieder im Schrank. Damit spart man Umzugskartons, braucht aber sehr viel Zeit. Der eigene PKW, selbst wenn es sich um einen Minivan handelt, ist für die meisten Möbel zu klein. Schon eine Matratze kann die Kapazität des Fahrzeugs ausreizen. Es muss also alles zerlegt und wieder aufgebaut werden. Viel zusätzlicher Aufwand. Mietet man stattdessen einen Transporter und siedelt alles an einem Tag um, dann braucht man viele Kartons, in denen man den Inhalt der Möbel verstaut. Ein Punkt, den man gerne unterschätzt, ist die körperliche Belastung, die ein Wohnungsumzug mit sich bringt. Das ist aber bei Weitem nicht der einzige Punkt, der in der Praxis ganz anders aussieht, als in der Planung.

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Steht zuerst der Schrank kann man den Inhalt gleich wieder unterbringen und hat genug Platz für den Aufbau

Unterschätzter Aufwand

Das Problem beim Wohnungsumzug ist die fehlende Erfahrung. Man zieht in der Regel kaum öfter als 2-3 mal in seinem Leben in eine neue Wohnung. Zwischen 20 und 40 Jahren ändern sich Lebensumstände häufig und die Wohnsituation muss angepasst werden. Ein neuer Arbeitgeber, Kinder, oder einfach ein geänderter Platzbedarf geben den Anlass für den Umzug. Dabei ist jeder Umzug, den wir miterleben, anders. Der Auszug bei den Eltern funktioniert problemlos mit dem ersten eigenen Auto, oder ein paar Freunden. Wechselt man in eine Wohnung mit Kinderzimmer fällt die Frau häufig aus, weil sie in der Schwangerschaft körperlich nicht voll belastbar ist. Jeder Umzug ist anders und abhängig von vielen Faktoren. Mit wenigen Ausnahmen ist also niemand ein echter Wohnungsumzugs-Experte. Man hat also zu wenig Erfahrung um bei der Planung keine Fehler zu machen. Der Hauptfehler in der Planung ist es, den Aufwand für die einzelnen Punkte zu unterschätzen.

Ungeahntes Volumen

Es beginnt bereits mit der Anzahl der benötigten Umzugskartons, die unterschätzt wird. Manche Teile sind zu groß für den Karton und nutzen den Raum nicht komplett aus. Andere Dinge sind zu schwer und die Kartons können nicht ganz gefüllt werden. Auch die Zeiten, die man für den Abbau und den Aufbau der Möbel veranschlagt, wird zu gering geschätzt, wenn man wenig Erfahrung hat. Der Abbau einer Küche dauert für ungeübte Laien meist mehr als einen Tag. Dazu kommt das transportsichere Verstauen von Tellern, Gläsern und Töpfen. Nach dem Umzug muss die Küche wieder aufgestellt und eingeräumt werden. Geht man von einem Tag Abbau und einem weiteren Tag für den Aufbau aus, dann kommt man schnell in Zeitnot. Genauso ist es bei anderen Möbeln. Wird ein Schrank abgebaut, dann muss man mit 1-2 Stunden rechnen, bis alle Kleinteile sicher verwahrt sind und alle Bretter unbeschädigt gestapelt wurden.

Wohnungsumzug planen

Damit man keine böse Überraschung erlebt, muss man sich für die Planung des Umzugs ausreichend Zeit nehmen. Am einfachsten und meist auch zutreffend ist es, wenn man die Zeiten, die man schätzt verdoppelt. Wer meint, er baut das Schlafzimmer an einem Nachmittag ab, der ist gut beraten, wenn er den ganzen Tag dafür einplant. Schafft man die Arbeit dann doch in der ursprünglich angenommenen Zeit, kann man sich ein wenig Zeit für sich nehmen. Ein Umzug ist auf jeden Fall eine Nervenprobe. Kurze Ruhepausen zwischendurch sind wichtig. Hat man den Zeitbedarf so berechnet, dann muss der Ablauf geplant werden.

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Eine Auszeit ist speziell während dem Umzug wichtig um den Stress zu reduzieren und neue Kräfte zu sammeln

Abhängigkeiten und Fixpunkte

Was auf jeden Fall innerhalb eines Tages passieren muss, ist der Umzug der Betten. Mehr Zeit gewinnt man damit, dass man in der alten, oder der neuen Wohnung, eine Nacht auf dem Boden, oder der Couch schläft. Daneben muss der Umzug der Tiefkühltruhe, bzw. des Kühlschranks geplant werden. Ein Kühlgerät muss nach dem Transport mehrere Stunden stehen, bevor es wieder in Betrieb genommen werden kann. Man braucht also eine Lösung für die gekühlten Lebensmittel. Essen und Trinken muss genauso geplant werden, wie die Möglichkeit sich zu waschen. Neben diesen Fixpunkten, die man in der Planung berücksichtigen muss, ist es wichtig, eine Reihenfolge für den Umzug zu definieren. Hat man die Chance, die Kommode zuerst aufzustellen und dann erst den Inhalt zu bringen, kann man sie direkt wieder einräumen. Auch muss bedacht werden, wieviel Platz man für den Aufbau der Möbel braucht. Stehen Umzugskartons in der ganzen Wohnung, kann ein Schrank nicht ohne zusätzlichen Aufwand zusammengebaut werden.

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Professionelle Ausrüstung kann die Arbeit erleichtern

Effizienz

Der Vorteil daran, eine Profi mit den Umzug zu beauftragen, ist die Erfahrung und Effizienz, mit der er arbeitet. Außerdem stehen dem Experten Arbeitsmittel zur Verfügung, die man als Laie oft nicht einmal kennt. Transportgurte und Bretter, Akkuschrauber und Transporter mit großzügigem Ladevolumen machen den Wohnungsumzug einfacher. Aber auch ohne Umzugsunternehmen kann man effizienter werden. So ist etwa die Beschriftung der Umzugskartons essentiell. Kann man die Kartons direkt in den richtigen Raum tragen, spart man Zeit und Kraft. Wichtige Dinge, wie Zahnbürsten und Toilettenpapier sollte man speziell kennzeichnen, damit man sie rasch findet. Auch ist zu empfehlen neben dem Raum auch den Inhalt anzugeben. Unterscheidet man bei den Kartons für die Küche zwischen dem Inhalt der Unter- und Oberschränken, dann kann man die Kartons auf den Boden, oder die Arbeitsfläche stellen und muss sie später nicht mehr bewegen. Schreibt man statt Kleiderschrank auch Hemden, Unterwäsche, oder Bettwäsche auf den Karton, kann man beim Auswäumen viel effizienter vorgehen.

Sparen am falschen Ort

Bedenkt man, dass ein Umzug bereits eine große psychische Belastung bedeutet, dann sollte man auf keinen Fall sparsam sein, wenn es um die Planung geht. Ausreichend Zeit, ordentliche Arbeitsmittel und professionelle Unterstützuing sind kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Rund um den Umzug ist viel zu tun. Vieles davon bedenkt man bei der Planung noch nicht. Ausreichend Zeit, also 1-2 Wochen für den Umzug selbst und zumindest 2 Monate für die Vorbereitung muss man sich nehmen, um den Wohnungsumzug stressfrei abzuwickeln.

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